Verletztes Tier gefunden- Was tun?

Die NABU- Gruppe Südeifel erhält immer wieder Anrufe von engagierten Bürgern, die verletzte Wildtiere gefunden haben und um Rat oder Unterstützung bitten. Erst einmal möchten wir uns an dieser Stelle für die erfolgten Hilfeleistungen an den Tieren herzlich bedanken. Ohne diese Unterstützung wären viele Wildtiere ihrem Schicksal überlassen geblieben. 

Für den Fall, dass auch Sie in die Lage kommen, ein verletztes Tier zu finden, so möchten wir Ihnen an dieser Stelle einige allgemeine Hinweise und Informationen geben.

Helfen Sie nur, wo es wirklich notwendig ist!
Kontakt zum Menschen bedeutet für Wildtiere Stress. Minimieren Sie deshalb soweit möglich Umgang, Transport und Berührungen!

Ziel von Pflege- und Auffangstationen ist es, kranke, geschwächte und verletzte Tiere aufzunehmen und diese, wenn möglich, wieder in die Natur zu entlassen. Sollte ein gefundenes Tier Hilfe benötigen, können Sie sich an folgende Adressen wenden.

Fledermäuse

Als "Erste-Hilfe-Maßnahmen" für Fledermaus empfehlen wir, die Tiere möglichst mit Handschuhen vorsichtig aufzunehmen und in einen kleinen Karton mit Luftlöchern zu setzen. In den Karton sollte man ein weiches Tuch als Versteckmöglichkeit und ein flaches Behältnis, mit etwas Wasser legen. Wenn es sich um ein Jungtier handelt, so benötigt dies einen warmen Platz.

Weitere Maßnahmen sollten dann von fachkundigen Personen durchgeführt werden. Diese können beurteilen in welchem Zustand der Findling ist, ob es sich um ein Jungtier handelt, das eventuell noch gesäugt werden muss oder ob Verletzungen vorliegen.

Ansprechpartner: NABU Fledermausexperte Markus Thies

Habscheider Straße 31

54597 Pronsfeld

Tel. 06556/900778

E-Mail: markus.thies(a)t-online.de

Vögel

In der Regel hängt das weitere weitere Vorgehen bei verletzten oder verwaisten Jungvögeln von der jeweiligen Vogelart ab. Informationen und Adressen finden Sie auf den folgenden Internetseiten.

Wildvogelpflegestation Kirchwald

Tel: 02651/3971
E-Mail: info(a)wildvogel-pflegestation-kirchwald.org
Internet: www.wildvogel-pflegestation-kirchwald.org

Förderverein NABU Wildtierpflegestation e.V. (nur Vögel und Säugetiere)

Oliver Meier
Marienstraße 13
53547 Breitscheid
Tel.: 02638/ 94 97 55
Mobil: 0177/ 45 12 45 7
Internet: www.wildvogel-pflegestation-kirchwald.org

Igel

So erkennen Sie eine hilfsbedürftigen Igel:

  • Igeljunge, die sich tagsüber außerhalb ihres Nestes befinden und noch geschlossene Augen haben. Bei einer Unterkühlung mutterloser Igelkinder fühlt sich das Tier an der Bauchseite deutlich kühler an, als die eigene Hand. Im Zweifelsfall empfiehlt es sich, das Nest und seine Umgebung einige Stunden zu beobachten.
  • Kranke Igel suchen ihr Futter auch tagsüber. Sie fallen durch unsicheren Gang auf oder liegen apathisch herum und rollen sich kaum noch ein. An der Einbuchtung hinter dem Kopf und herausstehenden Hüftknochen erkennt man, dass es sich um abgemagerte Tiere handelt. Ihre Augen stehen nicht halbkugelförmig hervor, sondern sind eingefallen und schlitzförmig.
  • Verletzte Igel, die z.B. an Straßen gefunden werden.
  • Igel, die nach Wintereinbruch tagsüber herumlaufen, sind ebenfalls hilfsbedürftig. Bei diesen Tieren handelt es sich um kranke oder schwache Alttiere oder aber spät geborene Jungigel (wiegen dann unter 500 g) die sich kein ausreichendes Fettpolster anfressen konnten.

Beratung und Hilfe bei verletzten oder kranken Igeln gibt es bei Tierärzten und der Igelpflegestation bei Mayen:

Wildvogel- und Igelpflegestation Kirchwald e.V. (nur Vögel und Igel)

56729 Kirchwald
Tel: 0160/ 96714064
Internet: www.wildvogel-pflegestation-kirchwald

Sonstige Wildtiere 

Wildtiere wie Reh, Wildschein, Fuchs und Hase  fallen unter das Jagdrecht und müssen dem jeweiligen Jagdpächter gemeldet werden. Die Nummer des jeweiligen Jagdpächters ist in der Regel über die örtliche Polizei zu erfahren.

 

Pflege-und Auffangstationen

Hier finden Sie eine Liste von Pflege- und Auffangstationen in Ihrer Nähe sowie Tipps und Infos zum Umgang mit gefunden und verletzten Wildtieren.

Bitte beachten Sie, dass es sich in der Regel um ehrenamtliche Arten- bzw. Tierschützer handelt, die sich in Ihrer Freizeit um verletzte Tiere kümmern. Einen Anspruch auf Aufnahme der Tiere besteht daher nicht. Die Betreiber der hier aufgeführten Pflegestationen handeln in vielen Fällen nicht im Auftrag des NABU und sind für den Zustand der Pflegeeinrichtung selbst verantwortlich.